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| Prüfkriterien, die Qualität messbar machen – so prüft der MDK:
Für gute Pflege gibt es zahlreiche Anhaltspunkte. Bei Prüfungen erfragt der MDK unter anderem die Zufriedenheit eines Teils der Versicherten. Außerdem wird der körperliche Zustand der Versicherten überprüft, um Rückschlüsse auf die Pflegequalität ziehen zu können. Hier gelten folgende von Kriterien (Auswahl):
- Wie ist der Pflegezustand des Versicherten? Dafür nehmen die MDK-Prüfer unter anderem den Zustand von Haut, Mund und Haaren unter die Lupe, erkundigen sich nach der Ernährungssituation des Pflegebedürftigen oder angewandten Inkontinenzprodukten.
- Ist der Pflegedienst für die Pflegebedürftigen ständig erreichbar?
- Hat der Pflegedienst ein Konzept beziehungsweise Leitbild für die Pflege? Oder hängt die Pflege von individuellen Ansichten der Mitarbeiter beziehungsweise von sich zufällig ergebenden Arbeitsabläufen ab?
- Ist die verantwortliche Pflegefachkraft qualifiziert und sind ihre Aufgaben klar definiert?
- Liegt ein einheitliches Pflegedokumentationssystem vor, an das sich alle Pflegekräfte halten?
- Gibt es ein internes Qualitätsmanagement, zum Beispiel in Form eines Handbuches, das auch Hygienestandards, Fortbildungen und so weiter regelt?
- Verfügt der Pflegedienst über Räumlichkeiten, zum Beispiel für Teambesprechungen der Mitarbeiter?
- Werden personenbezogene Unterlagen und Wohnungsschlüssel der Pflegebedürftigen sicher aufbewahrt?
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| So können Sie selbst gute Pflege erkennen:
Gute Pflegedienste oder stationäre Pflegeeinrichtungen lassen sich „hinter die Karten“ schauen. Sie legen ihre Arbeitsweise und ihre Grundsätze offen. Die Pflege eines Menschen ist Vertrauenssache und elementar für alle Beteiligten. Vereinbaren Sie daher möglichst frühzeitig einen Besuchstermin, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen und bei dem Sie Ihre Fragen stellen können.
- Werden die einzelnen Pflegeleistungen genau mit Ihnen besprochen und so detailliert dann auch in einem verständlichen Pflegevertrag festgehalten? Wird hierbei schon auf Möglichkeiten der Beschwerde hingewiesen, falls es zu Unstimmigkeiten kommt?
- Muss die Pflegeinrichtung Gewinne erzielen oder gehört sie zu einer sozialen/kirchlichen Organisation?
Ist die Pflegeeinrichtung in ein soziales Netzwerk eingebunden? (Zusammenarbeit mit Kirche, Caritas, Krankenhäuser, Ärzten, Apotheken, Sanitätshäusern)
- Kann ein Krankenpflegeverein Teile der Kosten übernehmen, die nicht von der Pflege/Krankenkasse bezahlt werden?
- Hat die Pflegeeinrichtung ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem? denn entsprechende Einrichtungen weisen in der Regel deutlich bessere Pflegeergebnisse auf? Fragen Sie danach.
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